Berufsprofil Korrektor

 

Vertruaen* ist gut – Textkontrolle ist besser!

Korrektoren werden für Pingeligkeit bezahlt, und das ist gut so: Sie prüfen Manuskripte akribisch auf Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Silbentrennung. Ihr Lieblingswerkzeug ist der Rotstift – doch branchenübliche Korrekturprogramme beherrschen sie natürlich ebenso wie die klassischen Korrekturzeichen.

Der ursprünglichen Wortbedeutung nach sind sie „Verbesserer“, und das in letzter Sekunde: Nach ihrem Okay geht das Manuskript in den Druck. Mit dem Inhalt der Drucksache befassen sich Korrektoren beim Lesen nur ganz am Rande. Vielmehr konzentrieren sie sich auf Fragen wie: Schreibt man getrennt oder zusammen, groß oder klein? Mit ss oder ß, Apostroph oder Gänsefüßchen, Komma oder Semikolon? Im Präteritum oder Plusquamperfekt, Singular oder Plural, Indikativ oder Konjunktiv?

Zweifelsfälle sind für Korrektoren eine Herausforderung, und am akribischen Fehleraufspüren haben sie Spaß. Doch oft müssen sie gar nicht danach suchen – sie finden die Fehler einfach. Oder finden die Fehler sie?

*Quod erat demonstrandum.