Berufsprofil Drehbuchautor

 

Kein Filmvergnügen ohne Schreibhandwerker

Dass der Mörder im Krimi eine Hornbrille trägt, das Sofa in der Daily Soap gestreift ist, die Hauptfigur im Drama einen nervösen Tic hat, die Schlüsselszene im Halbdunkel spielt, der schnodderige Serienheld mit leichtem Akzent redet, während die Off-Sprecherin in der Dokumentation langsam, deutlich und mit samtweicher Stimme spricht – das alles und jedes weitere Detail, das später im Film zu sehen und zu hören ist, wird im Drehbuch beschrieben.

Deshalb bezeichnen die Autoren ihre Drehbücher auch gerne als „Partitur des Films“. Geschrieben werden sie im Auftrag von TV-Sendern, Produktionsfirmen oder Unternehmen von Profis für Profis – denn nicht jeder kann ein Drehbuch lesen und interpretieren.

Aber auch nicht jeder Autor kann gut „mit den Ohren schreiben“. Dazu muss man recherchieren, Fachbücher lesen und mit Experten reden, aber auch einfach dem Volk aufs Maul schauen – in Kneipe, S-Bahn oder auf dem Wochenmarkt. Nur gute Beobachter können authentische Charaktere, Situationen, Umgebungen und Dialoge entwickeln.

Auch wenn viele Drehbuchautoren Quereinsteiger und Autodidakten sind: Der Besuch einer Filmschule ist die ideale Basis für diesen spannenden Textberuf.