Profitexter erkennen
Einer wie der andere?
Das wäre ja noch schöner. Natürlich gibt es unter den Profitextern Unterschiede. Genauso wie es auf Kundenseite unterschiedliche Persönlichkeiten, Produkte und Botschaften gibt. So findet jeder Topf den passenden Deckel. Theoretisch.
Praktisch sehen jedoch viele, die akut einen Textprofi suchen, den Wald vor lauter Bäumen nicht. Was bleibt, sind Fragezeichen: Woran erkenne ich einen Profitexter, wenn ich vor ihm stehe? Und woher weiß ich, ob er oder sie zu mir und meinem Projekt passt? Worauf muss ich achten? Was sollte ich wissen? Und wie gehe ich vor?
Keine Panik! Hier gibt es praktische Tipps für ein wenig mehr Orientierung im wilden Texterland:
- Viele professionelle Texter sind in Berufsverbänden organisiert, z. B. FFW oder Script, siehe auch Profitexter finden.
- Empfehlungen sind natürlich immer gut.
- Die Websites von Textprofis vermitteln meist schon einen guten Eindruck von der Person, deren Erfahrung und Arbeitsweise.
- Viele Texter betreiben zudem ihre eigenen Blogs. Kollegenseiten finden sich oft in den Blogrolls. Reinlesen lohnt sich.
- Wer angemessene Honorare fordert, kennt sich aus und arbeitet meist auch professionell.
Textprofis
- rechnen in der Regel nach Stunden- und/oder Tagessätzen ab,
- erstellen auch Pauschalangebote und
- können NACH dem Briefing (= Aufgabenbeschreibung) realistische Zeit-/Kostenkalkulationen abgeben. “Pro-Wort”-Preise (bei Textern!) sind eher mit Vorsicht zu genießen.
Die Honorare ergeben sich aus verschiedenen Faktoren wie Thema, Rechercheaufwand, Briefing-Qualität, Nutzungsrechte etc.
Anfänger veranschlagen manchmal geringere Sätze als erfahrene Profitexter. Da sie in der Regel mehr Zeit brauchen, könnte unterm Strich aber das Gleiche rauskommen.
- Professionelle Texter und Texterinnen haben eine Referenzliste.
- Textprofis haben Arbeitsproben, Anfänger eine Mappe mit Studienarbeiten oder Copytests.
- Profitexter bieten Beratung in Sachen Kommunikation. Sie wissen, welche Medien für welche Projekte und Zielgruppen am besten geeignet sind und wie die Texte für die unterschiedlichen Medien aufbereitet werden müssen.
- Fragen stellen gehört zum Job. Ein Textprofi befragt Sie oder Ihre Mitarbeiter zum Produkt, zum Unternehmen, zur Marke, zur Zielgruppe und zum Wettbewerb.
- Informieren Sie sich über die Ausbildung Ihres Textpartners.
Texter ist kein klassischer Lehrberuf, es gibt keine vorgeschriebene Ausbildung. Viele Kollegen haben ein Studium abgeschlossen, sich weitergebildet und Erfahrungen gesammelt. Andere haben sich nach dem Schulabschluss als Junior-Texter in einer großen Agentur ihre Sporen verdient. Außerdem gibt es spezielle Werbe-, Texter- und Journalistenschulen. Hier lohnt es, sich über die Reputationen der Einrichtungen genauer zu informieren.
- Ein gutes Indiz dafür, dass Sie es mit einem Profi zu tun haben, ist die Berufserfahrung. Wie lange ist Ihr Textprofi im Geschäft? Wo hat er seine Erfahrungen gesammelt? Als Freelancer, in Agenturen, auf Kundenseite?
- Fortbildungen geben einen Einblick in die jeweilige Ausrichtung eines Textprofis.
- Texten heißt vor-, nach-, quer- und mitdenken. Sprechen Sie mit Ihrem Textprofi über seine Arbeitsweise. Er oder sie denkt markenstrategisch und verkaufsfördernd? Gutes Zeichen.
- Von einem Profi dürfen Sie auch eine professionelle Auftragsabwicklung erwarten: Kalkulation, Angebot, Auftragsbestätigung, Einhaltung von Terminen und professionelle Rechnungsstellung gehören dazu.
- Sorgfältige Recherche ist je nach Projekt inklusive oder muss separat in Rechnung gestellt werden. Dieser Punkt sollte unbedingt von beiden Seiten offen besprochen werden. Welche Informationen werden bereitgestellt, wie hoch wird der zusätzliche Rechercheaufwand sein?
- Die Chemie zwischen den Geschäftspartnern sollte stimmen. Klarheit bringt oft schon ein kurzes Gespräch bei einem persönlichen Treffen, einem Telefonat oder einem E-Mail-Austausch. Was davon am besten passt, ist Typsache.


