Woran erkenne ich Profitexte?
Die Protextbewegung engagiert sich für gute Texte. Doch was sind gute Texte? Woran erkennt man sie? Das ist eigentlich ganz einfach: Texte sollen vor allem lesenswert sein. Sie müssen es wert sein, dass der Leser seine Zeit mit ihnen verbringt.
Profitexte …
- sprechen ihre Zielgruppe an.
- sind leicht und angenehm zu lesen, im besten Falle sogar unterhaltsam.
- sind gut verständlich (für die Zielgruppe!).
- haben Überschriften, die neugierig machen und zum Lesen anregen.
- sind logisch aufgebaut, klar gegliedert und übersichtlich strukturiert.
- beinhalten alle relevanten Fakten, sorgfältig recherchiert und doppelt geprüft.
- vermitteln eine klare Botschaft.
- überzeugen und bleiben dem Leser im Gedächtnis.
- folgen handwerklichen Grundregeln: keine Wortdopplungen, keine Füllwörter, keine unnötigen Fremdwörter, stattdessen wechselnde Satzlängen und Satzbau, aktive Formulierungen, bildhafte Sprache usw.
- erweisen sich auch in Bezug auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung als korrekt. Hierfür sind vor allem Profis für Lektorat und Korrektorat zuständig.
- erfüllen ihren Zweck und sind für das Medium passend konzipiert. Denn Texte für Fachzeitschriften, Websites, Pressemeldungen, Broschüren, Glossen oder gesprochene Texte stellen unterschiedliche Anforderungen.
- vermitteln bei Übersetzungen den Sprachstil und die Atmosphäre des Originals.
Was immer du schreibst,
schreibe kurz, und sie werden es lesen,
schreibe klar, und sie werden es verstehen,
schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.
(Joseph Pulitzer)


