Oft überflüssig: Adjektive und Adverbien
18. August 2009
Für den Schreibstil gilt: Schlank ist gut. Setzen Sie deshalb Adjektive und Adverbien nur dann ein, wenn sie wichtige Informationen enthalten, die für das Verständnis nötig sind oder eine Aussage präzisieren. Also: das rote Kleid, nicht das blaue. Aber nicht: schnell rennen.
Adjektive (Eigenschaftswörter) und Adverbien (Umstandswörter) beschreiben Substantive und Verben genauer. Sie sind nicht immer überflüssig! Prüfen Sie dennoch in jedem Text, ob ein Adjektiv oder Adverb tatsächlich einen Zweck erfüllt oder ob Sie es auch streichen können.
Protext-Tipp der Woche von Ingrid Glomp
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Ein Germanistik-Professor sagte einmal in einer Vorlesung, in der ich saß: “Ich rate meinen Studenten immer: Wenn Sie Ihre Hausarbeit geschrieben haben, gehen Sie noch mal durch und streichen Sie alle Adjektive.” In der Tat musste ich neulich auch schmunzeln, als ich einen Oberstufenaufsatz zu lesen bekam und er vor (unnötigen) Adjektiven nur so strotzte. Aber es war auch irgendwie süß ;).
Und die Welt wäre um einige unfreiwillige Komik ärmer, wenn unnötige Adjektive nicht die Belletristik zuweilen “bereichern” würden. “Eine ungeahnte Kraft von nie gekannten Ausmaßen” u.Ä. haben mich schon oft zum Grinsen gebracht.