Zitieren, bitte!
14. Juli 2009
Zitate machen Texte lebendiger, glaubwürdiger, in vielen Fällen besser. Allerdings nur, wenn der Mensch, der zitiert wird, auch etwas zu sagen hat. Die Geschäftsführerin, die ihre eigene Idee „schön, spannend und innovativ“ nennt, regt höchstens zum Gähnen an. „Dank meiner Idee kommen Sie morgens leichter aus dem Bett, verspüren keinen Appetit mehr auf Schokolade und putzen fortan mit Freuden“ – wenn die Geschäftsführerin jetzt noch verrät, weshalb das so ist, hat sie gewonnen.
Zitate können so viel: die Wissenschaftlerin locker rüberbringen oder den Entertainer tiefsinnig. Im Leser Verständnis und Gefühle wecken. Und einen Text unverwechselbar machen. Je länger der Text, desto mehr Zitatgeber haben Platz: Geschäftsführer und Kunden, Künstler und Publikum, Befürworter und Kritiker einer Idee.
Übrigens: Zitate dürfen sprachlich geglättet werden. Steht in den Notizen: „Unsere schöne Idee ist schön, weil sie Ihr Haus schöner macht“, darf „schön“ durchaus durch „hübsch“, „innovativ“ usw. ersetzt werden. Und außer Verona Feldbusch Pooth freut sich vermutlich niemand, wenn seine grammatikalischen Ausrutscher in der wörtlichen Rede eins zu eins abgedruckt werden.
Protext-Tipp der Woche von Petra Plaum
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@ Petra Plaum
Neben dem Zitat als hoffentlich bewusst gesetzter Akzent sollte die Sorgfalt in der Recherche – auch bei Personen sagen wir mal eher nicht anstrebenswerten Rufs – nicht vernachlässigt werden. Verona “blub” heisst seit immerhin 2004 Pooth. Sagt jedenfalls die Wikipedia.
Besser? ;-)
Allerdings wurde sie damals als Verona Feldbusch zitiert. Ha ;-) also hitorsich betrachtet korrekt, weil sie das Phänomen “Verona Feldbusch” war und heute die *wasauchimmerfüreineBerufsbezeichnung* Verona Pooth.