Ja, aber!

21. Juli 2009

Wie oft haben Sie es schon gehört oder gelesen, das Wörtchen „aber“? Wie oft verwenden Sie es selbst? „Das ist sehr nett von Ihnen, aber …“ Oder: „Wir haben insgesamt ein Umsatzplus erreicht, aber in den einzelnen Sparten waren wir nicht überall erfolgreich.“

„Aber“ ist ein Wort, das dementiert, widerlegt, Einwand erhebt. Es wertet das vorher Gesagte ab und schwächt dessen Botschaft. Im Beispiel oben wird die gute Nachricht, das Umsatzplus, relativiert – kleiner gemacht durch das, was danach kommt. Das ist schade, denn ein Umsatzplus ist es doch allemal wert, dass man sich darüber freut!

Die Lösung: Versuchen Sie es mit einem „und“. Oder setzen Sie gleich einen Punkt. Das Umformulieren erfordert zwar einige Übung und ein bisschen Kreativität. Sie werden an der Wirkung jedoch sofort erkennen, dass es sich lohnt: „Wir haben ein Umsatzplus erreicht. Der Erfolg in den Sparten X und Y konnte die Verluste der Sparte Z mehr als kompensieren.“ Diese Information ist viel kraftvoller, überzeugender – und positiv obendrein.

Protext-Tipp der Woche von Daniela Pucher

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